Im Konflikt in Syrien sollen Chemiewaffen zum Einsatz gekommen sein. Auch wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, will US-Präsident Barack Obama die USA aus dem Konflikt heraushalten. Damit widerspricht er seinen früheren Aussagen.
Trotz Hinweisen auf den Einsatz von Giftgas lehnen die USA eine Intervention in den syrischen Bürgerkrieg ab.
machte am Freitag deutlich, dass er die Amerikaner nicht mit einer überhasteten Entscheidung in einen neuen kostspieligen Krieg verwickeln wolle. „Die Vereinigten Staaten bleiben ein Land, von dem die Menschen erwarten können, dass es mehr kann als seine eigenen Grenzen zu verteidigen“, betonte er im Sender CNN. „Das bedeutet aber nicht, dass wir immer sofort in jede Sache verwickelt werden müssen.“ Damit rückt er etwas von früheren Äußerungen ab: Obama hatte einst gesagt, dass mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen in dem Syrien-Konflikt eine rote Linie überschritten werde.
In Syrien beschuldigen sich Regierung und Rebellen gegenseitig, das Gas in einem von Aufständischen gehaltenen Vorort von Damaskus eingesetzt zu haben. Das Flüchtlingsdrama in dem Bürgerkriegsland nahm derweil eine neue Dimension an: Die Zahl der vor den Kämpfen ins Ausland geflüchteten Kinder überschritt nach UN-Angaben die Millionenschwelle.
Westliche Regierungen fordern Aufklärung
Zusammen mit anderen westlichen Staaten forderte US-Präsident Obama die syrische Regierung von Präsident Baschar al Assad auf, eine vollständige Aufklärung der
zuzulassen. Derzeit befinden sich UN-Inspektoren in Damaskus, die einen älteren Vorfall mit Chemiewaffen untersuchen sollten. Noch hat die Assad-Regierung nicht auf den Wunsch reagiert, den Fachleuten Zugang zu den Vororten zu gestatten, damit diese den neuen Fall untersuchen können. Die syrische Opposition wirft der Armee vor, bei einem Giftgas-Angriff am Mittwoch zwischen 500 und 1300 Menschen getötet zu haben.
Großbritanniens Außenminister William Hague zeigte sich überzeugt, dass der Gas-Angriff von Assads Truppen ausgegangen sei. Sein französischer Kollege Laurent Fabius verlangte eine harte Antwort des Westens, sollten Chemiewaffen eingesetzt worden sein. Sollte sich herausstellen, dass die syrische Führung tatsächlich den weltweit größten Giftgasangriff seit Jahrzehnten verübt hat, würde dies die internationale Gemeinschaft erheblich unter Zugzwang bringen, aktiver in den Konflikt einzugreifen. Insbesondere Obama sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, sich in der Syrien-Frage bislang zu passiv zu verhalten.
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Trotz Hinweisen auf Giftgas – Obama will die USA aus Syrien heraushalten
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