Sunday, September 22, 2013

Live-Ticker zur Bundestagswahl 2013 – Erdrutschsieg für Merkel – Wahlleiter nimmt FDP die letzte Hoffnung


Alle Wahlkreise sind ausgezählt, die Bundestagswahl 2013 ist entschieden: Die CDU siegt spektakulär, doch Kanzlerin Angela Merkel kann die Regierung mit der abgestürzten FDP nicht fortsetzen. Bei der SPD ist der Jubel darüber groß. Und auch eine rot-rot-grüne Koalition scheint möglich.


+++ Deutschland wählt: CDU gewinnt, FDP fliegt raus! +++


+++ Alle Wahlkreise ausgezählt, das Ergebnis der Wahl laut Bundeswahlleiter: Union: 41,5 Prozent, SPD: 25,7 Prozent, Grüne: 8,4 Prozent, Linke: 8,6 Prozent, FDP: 4,8, AfD: 4,7 Prozent +++

02.33 Uhr: Die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, hofft nach dem schlechten Wahlergebnis für die SPD auf einen Schwenk in der Partei und auf mögliche Gespräche. „Wir fordern nicht zu Gesprächen auf“, sagte sie der Onlineausgabe der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Die SPD muss auf uns zukommen.“ Zuerst müssten die Sozialdemokraten jedoch dem Agenda-2010-Kurs ein Ende machen.


02.09 Uhr: In Ostdeutschland ist die Linkspartei trotz ihrer Stimmverluste bei der Bundestagswahl teilweise weiterhin zweitstärkste Kraft noch vor der SPD. Nach den Landesergebnissen gilt dies in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. In Brandenburg dagegen verschob sich das Kräfteverhältnis wieder zugunsten der Sozialdemokraten: 2009 lag die Linke dort noch vor der SPD, nun ist es wieder umgekehrt.


01.44 Uhr: Nach Auszählung aller 299 Wahlkreise kamen CDU und CSU am Sonntag auf 41,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die FDP scheiterte mit 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) mit 4,7 Prozent. Die Grünen erzielten 8,4, die Linken 8,6. Diese Zahlen wurden auf der Internetseite des Bundeswahlleiters veröffentlicht – aber noch nicht als vorläufiges amtliches Endergebnis, sondern als „Zwischenergebnis“.


01.24 Uhr: Langsam, ganz langsam nähert sich die Zahl der ausgezählten Wahlkreise der Vollendung. Die Website des Bundeswahlleiters informiert: 295 von 299 Wahlkreisen haben ihre Ergebnisse abgegeben.


01.11 Uhr: Auch Ursula von der Leyen ist mit ihrem Direktmandat gescheitert. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales verlor den Wahlkreis 042 – Stadt Hannover II gegen die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn von der SPD. Endstand: 42,8 zu 33,9 Prozent.


00.44 Uhr: Einer der prominentesten Bewerber um ein Direktmandat hat es nicht geschafft. Schauspieler Charles M. Huber („Der Alte“) scheiterte im Wahlkreis 186 Darmstadt mit 35,9 Prozent gegen die ehemalige Justizministerin Brigitte Zypries (37,3 Prozent).


00.34 Uhr: In Bayern verfestigt sich die schwarze Hausmacht im Vergleich zur Landtagswahl weiter. Das vorläufige amtliche Endergebnis lässt einen kraftstrotzenden Horst Seehofer an den Berliner Verhandlungstischen erwarten:


CSU 49,3 Prozent

SPD 20,0 Prozent

FDP 5,1 Prozent

Linke 3,8 Prozent

Grüne 8,4 Prozent

AfD 4,3 Prozent


00.27 Uhr: Offenbar liegen bei den Grünen die Nerven blank. Nach Boris Palmer kritisiert nun auch Werner Schulz, Europaabgeordnete der Grünen, den Wahlkampf seiner Partei. Vor allem Spitzenkandidat Jürgen Trittin bekommt sein Fett weg. „Trittin hat sich zulasten der Grünen profiliert, hat die Finanzpolitik im Wahlkampf in den Vordergrund geschoben, weil er unbedingt Finanzminister werden wollte„, sagte Schulz der „Bild“-Zeitung. „Wichtige Themen wie Klimawandel und Energiewende wurden sträflich vernachlässigt. Dafür haben wir jetzt die Quittung erhalten.“


00.13 Uhr: Die FOCUS-Online-Experten analysieren die Bundestagswahl. Michael Wolffsohn schreibt beispielsweise zum Wahlsieg Merkels: „Die Mehrheit der Deutschen möchte ge- und verpampert werden. Fazit: Manches, das Schlimmste, bleibt uns (einstweilen?) erspart.“


00.09 Uhr: Die jüngste Hochrechnung des ZDF sieht stark nach rot-rot-grüner Mehrheit aus. Nach zwischenzeitlicher absoluter Mehrheit steht die Union nur noch bei 300 von 606 Sitzen. Die FDP fällt nach aufkeimender Hoffnung wieder auf 4,8 Prozent:


Union: 41,7 Prozent

SPD: 25,6 Prozent

FDP: 4,8 Prozent

Linke: 8,4 Prozent

Grüne: 8,5 Prozent

AfD: 4,7 Prozent


Sonntag, 22.09.


23.52 Uhr: 253 von 299 Wahlkreisen sind ausgezählt, heißt es beim Bundeswahlleiter. Nun notiert die FDP wieder bei 4,8 Prozent. Weil gerade Wahlkreise im Osten noch nicht ausgezählt sind, wo die FDP traditionell sehr schwach ist, dürfte es für den Bundestag nicht reichen.


23.33 Uhr: Für die AfD wird immer klarer, dass es nicht für den Einzug in den Bundestag reicht. Auf den Seiten des Bundeswahlleiters wird sie derzeit bei nur 4,6 Prozent gezählt.


23.29 Uhr, live vor Ort: Jubel bei den Integrationspolitikern: Cemile Giousouf aus NRW wird die erste Muslimin der CDU im Bundestag.


23.17 Uhr: Selbst wenn es für die FDP reichen sollte, für ihren Vorsitzenden Rösler bleibt diese Wahl ein Debakel. Er holte in seinem Wahlkreis Hannover-Land I genau 2,6 Prozent der Stimmen.


23.13 Uhr: Wird es jetzt nochmal spannend? Nach Angaben des Bundeswahlleiters liegt die FDP bei 4,9 Prozent und darf nun wieder auf den Einzug in den Bundestag hoffen.


23.04 Uhr: Immer deutlicher zeichnet sich jetzt ab: Die absolute Mehrheit wird die Union wohl doch verpassen. Das bedeutet: Merkel steht trotz des Wahl-Triumphs vor einer schwierigen Konstellation. Sie könnte mit den Grünen oder der SPD koalieren . sofern die SPD ihr Versprechen hält, nicht mit der Linken zusammenzugehen.


22.43 Uhr: Angela Merkel verdankt ihren Triumph vor allem zwei Faktoren. Laut infratest dimap konnte die Kanzlerin 1,25 Millionen Nichtwähler mobilisieren – und der FDP 2,21 Millionen Stimmen abnehmen.


22.41 Uhr: Das ist ein Hammer! Der erst 28 Jahre alte SPD-Landrat Michael Adam bekennt in Bayern freimütig: „Ich habe CSU gewählt.“ So schreibt es die „Passauer Neue Presse“. Gründe nannte Adam demnach nicht. Galgenhumor oder ernsthafter Streit mit den Genossen?


22.35 Uhr: Nach der Niederlage ist vor dem Rücktritt. FDP-Vorsitzender Philipp Rösler deutete heute Abend seinen Rücktritt zumindest an. Der (Ex-)Wirtschaftsminister dürfte diesen Schritt auch kaum umgehen können.


22.32 Uhr: Gabriel sagt: „Bei der SPD ist NIE etwas ausgeschlossen.“ Was auch immer das heißen mag.


22.23 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel ist sicher: „Die CDU hat die FDP ausgesaugt. So wunderbar das Ergebnis für Frau Merkel ist: Schwarz-Gelb gibt es nicht mehr.“ Und sollte sie keine absolute Mehrheit haben, müsse sie entscheiden, mit wem sie redet. „Die Parteienlandschaft hat sich heute Abend dramatisch verändert.“


22.19 Uhr: Die jüngste Hochrechnung der ARD sieht Rot-Rot-Grün vorne. Derzeit kommt das linke Bündnis auf 300 von 598 Sitzen im Bundestag, auf die Union entfallen 296. Die Werte der Parteien:


Union: 41,7 Prozent

SPD: 25,6 Prozent

FDP: 4,7 Prozent

Linke: 8,6 Prozent

Grüne: 8,3 Prozent

AfD: 4,6 Prozent


22.13 Uhr: Auch Schäuble ist offensichtlich gut drauf. „Jetzt soll ich eine Prognose über einen möglichen Nachfolger abgeben? Also Herr Jauch, heute Abend, irgendwie haben Sie geglaubt, Sie laden einen richtigen Idioten ein„, sagt er lachend.


22.08 Uhr: Und weiter sagt der Finanzminister: „Wir werden Gespräche führen und entweder die SPD oder die Grünen werden sich erbarmen.“


22.05 Uhr: Wolfgang Schäuble bei Günther Jauch. „Es ist so: Demokratische Parteien sind alle Wettbewerber und sie können alle miteinander koalieren“, sagt er. „Das hängt von Wahlergebnis ab. Wir haben demnächst das Wahlergebnis und dann kennen wir die Mehrheiten und müssen dann eine stabile Regierung formen. Die Gefahr, dass es zu einer gewissen Lähmung kommt, wenn große Parteien miteinander koalieren, kann nicht ausgeschlossen werden. Das dürfte aber kein Dauerzustand werden. Das Land braucht eine stabile Regierung, stabile Verhältnisse.“


22.01 Uhr: Nach derzeitigem Stand erringt die CDU/CSU doch keine absolute Mehrheit. In den Werten von ARD und ZDF reicht es knapp nicht. Das amtliche Endergebnis wird aber erst in der Nacht erwartet.


21.56 Uhr: Auf Baron Karl-Theodor zu Guttenberg folgt in Franken Königin Emmi I.: Die 26-jährige Emmi Zeulner gewinnt den 2009 mit einem Rekordergebnis vom Ex-Verteidigungsminister gewonnenen Wahlkreis Kulmbach erneut für die CSU. Die Krankenschwester, die bis 2007 in ihrer für die Korbmacherei bekannten Heimatstadt Lichtenfels Korbstadtkönigin Emmi I. war, holt eine deutliche Mehrheit von 56,9 Prozent der Erststimmen.


21.54 Uhr: Die Forschungsgruppe wahlen rechnet nicht damit, dass die Briefwähler der AfD einen großen Schub bescheren werden. Damit scheitern die Eurokritiker wohl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Bei Jauch in der ARD sitzt AfD-Chef Lucke schon am Rand – und darf als Zuschauer nur ab und zu kommentieren. In der Runde sitzt stattdessen: Das politische Schwergewicht Bettina Böttinger.


21.49 Uhr: Peer Steinbrück hat nach Angaben der „Rheinischen Post“ seinen Wahlkreis Mettmann I verloren. Nachdem 213 von 215 Stimmbezirken ausgezählt wurden, liegt CDU-Kandidatin Michaela Noll demnach mit 49,6 Prozent vorne. Steinbrück erhält 34,6 Prozent der Stimmen. Schon bei der Bundestagswahl 2009 hatte Steinbrück gegen Noll verloren, damals aber noch 0,5 Prozent mehr geholt.


21.39 Uhr: Eine gut gelaunte Angela Merkel sagt vor ihren Parteifreunden in Berlin: „Heute wird gefeiert, ab morgen wieder gearbeitet – oder ab übermorgen.“


21.36 Uhr: Merkel hat in der „Berliner Runde“ damit bekräftigt, eine weitere volle Legislaturperiode im Amt bleiben zu wollen. Sie sei sich sicher, dass sie für vier Jahre zur Verfügung stehe. Sie habe die Spekulationen, sie könnte bereits vor Ablauf der Legislaturperiode aus dem Amt scheiden, bereits früher zurückgewiesen, sagte die Kanzlerin. „Und die Menschen scheinen es mir geglaubt zu haben“, fügte sie hinzu. Merkel ließ in der Talkrunde allerdings offen, ob sie bei der nächsten Bundestagswahl 2017 noch einmal antreten wird.


21.19 Uhr: Familienministerin Kristina Schröder gibt auf! Sie wird laut Medienberichten nicht mehr zur Verfügung stehen. Die „Bild“ zitiert sie mit den Worten: „Ich habe mich entschieden, für das nächste Kabinett nicht wieder als Ministerin zur Verfügung zu stehen.“


21.02 Uhr: Man kann es nicht anders sagen: Merkel zeigt sehr entspannt auch in der „Berliner Runde“, warum sie diese Wahl dominiert hat. „Ich sehe jetzt, dass wir da ein überwältigendes Votum der Wählerinnen und Wähler bekommen haben“, erklärt sie. „Ich bin bis 2017 vollkommen ausgelastet. Heute Abend bin ich nicht in der Lage darüber nachzudenken.“



20.57 Uhr:
Steinbrück wiederholt aber seine Ankündigung, nicht in einer Regierung unter Angela Merkel im Kabinett mitzuarbeiten: „Ich bin ja bereit, Verantwortung zu übernehmen, das heißt aber nicht, dass ich nochmal zwingend Minister im Kabinett von Frau Merkel sein muss.“ Alles andere müsse seine Partei entscheiden.


20.55 Uhr: SPD-Kandidat Steinbrück verspricht in der „Berliner Runde“: „Ich bleibe an Deck der SPD, ich übernehme weiterhin Verantwortung für die SPD.“


20.53 Uhr: EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl. „Ich bin sicher, dass die Bundesrepublik Deutschland und ihre neue Regierung weiterhin engagiert zum Aufbau eines friedlichen und wirtschaftlich erfolgreichen Europas beitragen werden, das allen Bürgern dient“, erklärt Van Rompuy am Sonntagabend in Brüssel.


20.47 Uhr: Die Bundesbürger sind wieder wahlfreudiger geworden: Nach der historisch niedrigen Beteiligung von 70,8 Prozent bei der Wahl 2009 kletterte sie dieses Mal auf etwa 73 Prozent. Im historischen Vergleich ist die Beteiligung dennoch niedrig: Von 1949 bis 1957 war die Beteiligung von 78,5 auf 87,9 Prozent gestiegen. Bis 1969 sank sie leicht auf 86,7 Prozent. Bei der emotionalen Auseinandersetzung über die Ostpolitik erreichte sie 1972 mit 91,1 Prozent ihren Rekordstand, unwesentlich mehr als vier Jahre danach. Bei späteren Wahlen gab es nur 1998 eine nennenswerte Zunahme (82,2 nach 79,0 Prozent).


20.44 Uhr: Was Merkel meint, ist: „In der christlich-liberalen Koalition hatten wir wirklich viele große Erfolge. Da hat jeder seine eigene Handschrift mit eingebracht. Es ist vorangegangen und das muss immer wieder mal gesagt werden. Auch die FDP hat sich in diese Regierungsarbeit eingebracht. Die SPD wird sich das heutige Ergebnis sehen und sicher sehen, dass es allein an mir gelegen hat, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Die SPD hatte in den letzten vier Jahren die Möglichkeit, das zu tun, was sie wollten. Ich kann dafür nicht allein verantwortlich gemacht werden.“


20.42 Uhr: „Mutti“ in Topform. „Wir leben in einem guten Land. Und vielleicht sollten wir uns ab und zu auch trauen, das zu sagen. So zu tun, als seien wir eines der schwierigsten Länder Welt, ist ein bisschen kompliziert“, sagt sie und scherzt: „Ich habe in meiner höflichen Art versucht zu sagen, dass die Differenz zwischen den SPD-Ergebnissen der Vergangenheit und heute nicht so ist, dass man alles bei mir abladen kann.““


20.38 Uhr:
Die schnellsten Wahlhelfer saßen heute in Hof. Das vorläufige Ergebnis steht fest, Sieger: Die CSU mit 46,9 Prozent.


20.34 Uhr: Gute Frage. Medienjournalist Stefan Niggemeier twittert: „Wenn sich jetzt parallel in einer Hochrechnung die AfD auf 5,0 % schöbe, würden die schnell noch einen Tisch reintragen? #berlinerrunde“. Der für die FDP reservierte Sitz jedenfalls bleibt leer.


20.33 Uhr: Klare Ansage der Kanzlerin in der laufenden „Berliner Runde“: „Ich hab mich im Vorfeld nicht mit absoluten Mehrheiten beschäftigt. So.“ Fertig und aus.


20.32 Uhr: Peer Steinbrück sagt zu einer Großen Koalition: Das liege nun an Frau Merkel. „Wenn Sie eine absolute Mehrheit hat, und sie will die Chance wahrnehmen, dann ist das Sache der Union.“ Seiner Partei werde er dann eine Rolle in einer starken Opposition empfehlen. „Die SPD hat im Moment keine Veranlassung, sich auf Koalitionsspielchen einzulassen.“ Und Steinbrück wiederholt seine Satz des Abends: „Der Ball ist im Spielfeld von Frau Merkel.“


20.28 Uhr: Angela Merkel weist den Vorwurf zurück, ihre Zweitstimmen-Kampagne habe die FDP zu viele Stimmen gekostet. „Ich bin für vieles verantwortlich, aber ich glaube, ich bin nicht für alles verantwortlich. Ich hätte mir von Herzen gewünscht, dass die FDP einzieht.“ Die Liberalen hätten aber in ihrer Geschichte immer wieder gezeigt, dass sie das aus eigener Kraft könne. Die CDU sei daher nicht zu einem Aufruf verpflichtet, die FDP zu wählen. „Ich kann mich dafür nicht verantwortlich fühlen.“ Mit anderen Worten: Brüderle und Rösler haben es selbst verbockt.


20.24 Uhr: CSU-Landesgruppenchefin Gerade Hasselfeldt versucht, Befürchtungen zu zerstreuen, die CSU werde Merkel unter Druck setzen. „Zur Furcht ist zwischen CDU und CSU kein Anlass“, sagte sie. „Wir haben in all diesen Jahren hervorragend zusammengearbeitet. Wir freuen uns gemeinsam.“ Merkel selbst antwortet auf die Frage, ob sie mit einer absoluten Mehrheit allein regieren würde: „Warten wir das Endergebnis ab.“


20.21 Uhr: Der geschlagene SPD-Kandidat Peer Steinbrück weist erneut auf die Probleme in Deutschland hin. Themen wie das „unterfinanzierte Bildungssystem“ seien Herausforderungen für die Zukunft. Merkel schaut in königsblauem Blazer ernst zu.


20.19 Uhr: Das ZDF liest offenbar FOCUS Online. Die Eröffnungsfrage lautet wie in der Analyse von Parlamentskorrespondentin Martina Fietz: „Siegt sich die CDU zu Tode?“. Die ausweichende Antwort von Angela Merkel: „Ich habe heute an anderer Stelle gesagt, ich werde mit diesem Vertrauen sehr sorgfältig umgehen. Ich bedauere, wenn die FDP nicht in den Bundestag kommen sollte, da ist natürlich noch nicht das letzte Wort gesprochen.“


20.16 Uhr: Langsam kommen auch die ersten Ergebnisse aus den Wahlkreisen. So darf sich in Trier der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster (CDU) laut dem „Trierischen Volksfreund“ über 49,5 Prozent der Erststimmen freuen. Damit liegt er deutlich vor seiner SPD-Konkurrentin.


20.12 Uhr: Was genau will Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin damit sagen? „Mächtige Interessensgruppen“ seien für die Niederlage verantwortlich, meint der Mann, der in der Pädophilie-Affäre selber unter Druck geraten war.


20.05 Uhr, live aus Griechenland: Die Griechen spekulieren auf EZB-Banker Jörg Asmussen als Finanzminister. Ob hier die Hoffnung auf einen Wechsel der Vater des Gedanken ist? Der aktuelle Finanzminister Wolfgang Schäuble ist in Griechenland schließlich alles andere als beliebt.


20.03 Uhr: So sieht die Sitzverteilung in der ARD aus: CDU/CSU kämen auf 298 und damit genau auf die Hälfte der Sitze. Auch hier sieht es derzeit also knapp nicht nach absoluter Mehrheit aus. Die SPD käme auf 181 Sitze, die Linke auf 60 und die Grünen auf 59.


20.00 Uhr: Ist das spannend! In der aktuellen Hochrechnung des ZDF steht die Union nun wieder bei 303 Sitzen. Damit würde laut der Forschungsgruppen Wahlen ein Sitz zur absoluten Mehrheit fehlen.


19.59 Uhr: Sahra Wagenknecht (Linke): „Ich freue mich auch, dass die FDP offensichtlich verdientermaßen aus dem nächsten Bundestag rausgeflogen ist. Dann haben die in den kommenden Jahren die Möglichkeit, darüber nachzudenken, was die wirklichen liberalen Werte sind.“


19.58 Uhr: Daniel Bahr, Gesundheitsminister FDP in der ARD: „Ich bin geschockt. Ich habe natürlich damit gerechnet, dass wir ein schwaches Ergebnis erzielen. Ich hätte gedacht, dass es am Ende reicht, wenn auch mit einem schwachen Ergebnis.“


19.56 Uhr: Die Bundesvorsitzende und bayerische Spitzenkandidatin der Grünen, Claudia Roth, gratuliert Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Wahlerfolg. „Sie hat ein irres Ergebnis eingefahren“, das Respekt abnötige, sagte Roth am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen. Zum Abschneiden der Grünen erklärte sie: „Ich kann nur eines sagen: Dass ich bitter enttäuscht bin von diesem Ergebnis. Das ist eine heftige Niederlage.„ Die Grünen hätten es nicht geschafft, aus gesellschaftlichen Mehrheiten etwa für einen Mindestlohn politische Mehrheiten zu machen.


19.41 Uhr: Und wieder AfD-Chef Lucke: „Ein starkes Ergebnis für eine so junge Partei. Wir hätte natürlich gehofft, dass es stark über der Fünf-Prozent-Hürde ist – aber trotzdem sind wir damit zufrieden, aus dem Stand einen solchen Wert erzielt zu haben. Wir warten ab, was im Laufe des Abends dabei rumkommen wird. Noch ist ja alles offen.“


19.40 Uhr: Noch besser als Merkel schneidet übrigens der CDU-Politiker Günther Schartz ab – bei den Landratswahlen in Trier-Saarburg. Dort holt er nach derzeitigen Stand 67,4 Prozent der Stimmen, berichtet der „Trierische Volksfreund“. Sieht nach einem CDU-Triumph auf vielen Ebenen aus.


19.37 Uhr: 4/5 der Stichprobe der ARD sind ausgezählt. Derzeit stellt sich das Ergebnis so da: 43,7 Prozent für CDU/CSU, 25,4 Prozent für SPD, 4,5 Prozent für die FDP. Die Linke kommt auf 8,3 Prozent, die AfD weiter auf 4,9 Prozent, die Piraten auf 2,2 Prozent. Weiter sieht es nach absoluter Mehrheit aus.


19.34 Uhr: Finanzminister Wolfgang Schäuble sendet beruhigenden Worte nach Griechenland und den Rest Europas. „Europa braucht sich um die Wahlen in Deutschland keine Sorgen machen, Wir haben ja einen breiten Grundkonsens in der Politik. Wir werden unsere Rolle verlässlich weiterspielen. Stabilitätsanker und Wachstumslokomotive sein und darüber hinaus Europa zusammenhalten und nicht Kavallerie sein. Deutschland hat eine wichtige Führungsverantwortung. Die nehmen wir nicht durch Auftrumpfen war, sondern durch Verlässlichkeit.“


19.31 Uhr: War ja klar, die Spötter im Netz sind schnell. Gehen Sie mal auf www.istdiefdpnochimbundestag.de – und schauen Sie, was passiert.


19.30 Uhr: Die CSU hat in Bayern satte 50 Prozent geholt. Die SPD 20,5 – die FDP 4,5 – die Linke 4 – die Grünen 8 – die AfD 4,5. Seehofer ist damit stärker als bei der Landtagswahl. Und die CSU ist mit diesem Ergebnis die drittstärkste Partei im Bundestag.


19.26 Uhr: Thomas Oppermann (SPD) hat seinen Humor offenbar nicht verloren. „Gratulation an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum exzellenten Wahlergebnis“, twittert er. „Mir ist noch nicht klar, wie sie das geschafft hat.“


19.25 Uhr: Über eine Bildung möglicher Koalitionen möchte CSU-Chef Horst Seehofer im Bayerischen Rundfunk zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht spekulieren: Der Föderalismus könne mit einer großen Koalition gewinnen, merkt Seehofer mit Blick auf die rot-grüne Mehrheit im Bundesrat an.


19.21 Uhr: Auch in Athen wird um die CDU-Sitze gezittert – nur andersherum: Die Griechen hoffen inständig auf eine große Koalition, in der Sigmar Gabriel Angela Merkel in Sachen Auflagen für Griechenland milde stimmen könnte.


19.20 Uhr:
Ein Wort zum Outfit der Kanzlerin. Merkel in Königsblau! Das passt: Momentan ist sie die Königin von Deutschland.


19.16 Uhr: AfD-Chef Lucke ist übrigens sicher: „Wir wissen bereits jetzt, dass wir Deutschland voran gebracht haben.“


19.13 Uhr, live aus Griechenland: Auch Mega TV rechnet in Griechenland mit einer großen Koalition. Eine Rot-Rot-Grüne Koalition wird nach Ansicht der Beobachter ausgeschlossen. Kommentator Pavlos Tsimas berichtet aus Berlin mit Sorge, dass der AfD mit seiner „üblen antigriechischen Propaganda“ in den Bundestag kommen könnte. Auch er rechnet trotz des Triumphes von Angela Merkel mit eine großen Koalition, welche „die Regierung einen Klick weiter links“ und näher zu einer Europafreundlichen Politik bringen könnte. Das wiederum könnte etwas lebensfähigere Auflagen für Griechenland bedeuten. Derzeit sieht es aber eher nach absoluter Mehrheit aus.


19.10 Uhr: Ihr Kollege Jürgen Trittin sagt in der ARD: „Wir haben verloren in diesem Wahlkampf. Alle kleineren Parteien haben verloren in diesem Wahlkampf. Das ist die bittere Wahrheit.“ Auch Frank-Walter Steinmeier (SPD) gibt zu: „Gewonnen hat heute Abend ganz eindeutig die Union.“


19.07 Uhr: Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt: „Wir haben unsere Ziele nicht erreicht“, sagt sie. Aber: „Es geht uns um die Sache. Diese Partei der Nachhaltigkeit, die schafft es gemeinsam heraus aus dem Loch“, ist sie überzeugt.


19.05 Uhr: Die AfD-Mitglieder erleben die Wahlparty mit gemischten Gefühlen. Offenbar hatten einige von ihnen fest mit einem zweistelligen Ergebnis gerechnet, twittern Journalisten.


19.03 Uhr: Auch das ZDF geht jetzt von einer absoluten Mehrheit für die Union aus: 304 von 606 Sitzen. Die AfD wird zum Zünglein an der Waage. Sie steht derzeit bei 4,9 Prozent.


19.00 Uhr: ARD-Sensation: Der Sender geht in seinen Umfragen von 302 Sitzen für die Union aus, bei 598 Gesamtsitzen. Das wäre die absolute Mehrheit!


18.58 Uhr: Die SPD wittert ihre Chance. Bleibt die FDP draußen, muss Merkel auf sie zukommen. Parteichef Gabriel beginnt wohl noch eine späte Männerfeundschaft mit Steinbrück: „Bist ein Pfundskerl“, sagt er


18.57 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle: „Heute ist ein schwieriger Abend. Es ist das schlechteste Ergebnis, was wir bisher als FDP erreicht haben. Als Spitzenkandidat übernehme ich dafür die Verantwortung.“


18.55 Uhr, live vor Ort: Zurück bei der SPD. „Der Ball liegt im Spielfeld von Frau Merkel“, sagt Steinbrück. An Spekulationen beteilige er sich nicht. Man sieht im an, dass er kämpfen wird, obwohl er der Wahlverlierer ist.


18.52 Uhr, live aus Griechenland: Erste Prognose in Athen bekannt. Die Werte von ARD und ZDF werden präsentiert. Noch sehen die Athener keinen Sieger. Sie erwarten einen Thriller. Das Ende der Schwarz-Gelben Koalition gilt als sicher. Die Griechen rechnen mit einer großen Koalition als einzige realistische Version. Anders als in Griechenland, so erfahren die Zuschauer, können Koalitionsverhandlungen in Deutschland monatelang dauern. Diese Verzögerung wird in Athen mit Sorge betrachtet.


18.50 Uhr: Die Hochrechnung des ZDF um 18.50 Uhr ergibt diese Werte. Union 42,3 – SPD 26,0 – FDP 4,4 – Linke 8,3 – Grüne 8,1 – AfD 4,9 – Andere 6,0. Nach diesem Stand fehlt Angela Merkel nur ein Sitz zur absoluten Mehrheit!


18.49 Uhr: Merkel dankt ihrem Mann. Ganz privat: „Ich danke auch meinem Mann, der muss auch manches ertragen.“ Sehen wir das richtig, dass Joachim Sauer da Tränen in den Augen hat? Zu möglichen Koalition äußert sich Merkel natürlich noch nicht. Sie sagt: „Wir werden alles dafür tun, dass es erfolgreiche vier Jahre für Deutschland werden können. Feiern dürfen wir heute schon, denn wir haben’s toll gemacht!“


18.47 Uhr:
Da ist die Wahlsiegerin! Die CDU jubelt ihrer Kanzlerin zu. „Angie, Angie“-Rufe hallen durch den Saal. „Freunde, der Jubel zeigt, wir können uns heute alle freuen. Das ist ein Super-Ergebnis“, ruft Angela Merkel ihren Anhägern zu.


18.44 Uhr, live vor Ort: Jubel bei der SPD, als Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel die Bühne betreten. Gabriel sagt: „Ja, wir haben zugelegt, aber wir haben uns mehr erwartet. Wir sind faire Wettbewerber: CDU/CSU mit Frau Merkel haben einen großen Erfolg eingefahren. Wir sind fair und gratulieren dazu.“


18.39 Uhr: „Wir haben ein kräftiges Zeichen des Widerspruchs gesetzt“, freut sich AfD-Chef Bernd Lucke sich über das Ergebnis.


18.35 Uhr, live vor Ort: Linken-Spitzenkandidat Gysi wird mit „Gregor, Gregor“-Rufen bejubelt. Stolz ruft er der Menge zu: „Wer hätte 1990 gedacht, dass diese Partei mal drittstärkste Kraft in der Bundesrepublik wird! Er glaubt, die SPD wird ab morgen Rot-Rot-Grün nicht mehr ausschliessen.“


18.32 Uhr, live vor Ort: Erste Reaktionen der SPD-Basis in Berlin: Rot-Rot-Grün mit nur einer Stimme Mehrheit zu unsicher. Eine Große Koalition wird bevorzugt, Angst vor absoluter Mehrheit Merkels geht um. Drei Sitze fehlen der Union im Bundestag, um das zu erreichen, je nach Hochrechnung sogar nur zwei. „Um Merkel wird es im bürgerlichen Lager einsam“, sagt der Chef der SPD im Europa-Parlament Udo Ballmann.


18.32 Uhr: So wie die NRW-Piraten kann man auf ein schlechtes Wahlergebnis natürlich auch reagieren. „Wir nehmen die über zwei Prozent als Auftrag und werden weiterhin mithelfen, die im Wahlkampf unter den Teppich gekehrten zentralen Probleme zu thematisieren“, schreiben sie.


18.30 Uhr: Alexander Dobrindt, CSU Generalsekretär: Es wird eine ziemlich lange Nacht werden, ganz offensichtlich. Aber die Gewinner des heutigen Abends stehen fest, das sind die Unionsparteien. Der Wahlerfolg von Horst Seehofer geht weiter. Es ist ein großer Vertrauensbeweis, den die Menschen in unsere Politik haben. Großer Verlierer sind heute: die Grünen. In den letzten Wochen sind den Grünen die Wähler davon gelaufen. Für mich siehts im Moment noch nach gar keiner Koalitionsalternative aus. Der Abend wird noch lang – und am Ende wird zusammengezählt.“


18.27 Uhr: SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles erkennt an: „Offensichtlich ist der Regierungsbildungsauftrag an die CDU gegangen.“


18.23 Uhr:
Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Ministerpräsidentin im Saarland, sagtim ZDF: „Heute ist klar: die CDU ist die Volkspartei in Deutschland.“ Zu möglichen Koalitionen will sie sich noch nicht äußern.


18.22 Uhr: Zerknirscht ist Nordrhein-Westfalens FDP-Spitzenmann Christian Lindner. „Die bitterste Stunde für die FDP seit 1949“, sagt er in der ARD. „Ab morgen muss die FDP neu gedacht werden.“


18.21 Uhr: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigt sich gut gelaunt: „Das ist einfach überwältigend. Ich freue mich unglaublich über dieses Vertrauen, das ist fantastisch.“ Sorgen macht sie sich aber um den bisherigen Koalitionspartner: „Wir hoffen sehr, dass die Zahlen für die FDP im Laufe des Abends noch steigen.“


18.16 Uhr: Da ist die erste Hochrechnung der ARD. CDU/CSU kommen auf 42 Prozent, die SPD auf 26 Prozent, die FDP auf 4,7 Prozent. Die Linke auf 8,3 Prozent, die Grünen auf 8,1 Prozent. Die AfD liegt bei 4,9 Prozent. Das bedeutt: Die Eurokritiker stehen vor dem Einzug in den Bundestag. Bei der Hochrechnung der ZDF liegen sie bei 4,8 Prozent. Die FDP hat dort 4,5 Prozent.


18.14 Uhr: SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann: „Wir haben drei Prozentpunkte dazu gewonnen, wir hatten mit mehr gerechnet. Wir durften auch mit mehr rechnen, die SPD hat, ich finde, unglaublich stark gekämpft. Der Ball liegt bei Frau Merkel, sie hat ein großartiges Wahlergebnis erreicht. Und wenn die FPD aus dem Bundestag ausscheidet, dann ist das eine herbe Quittung für die schwarz-gelbe Regierung.


18.12 Uhr: Erste Reaktionen. Unions-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder in der ARD: „40+ hat man für eine Volkspartei schon gar nicht mehr für möglich gehalten. Die Wähler wollen, dass Angela Merkel Kanzler bleibt. Die Dinge sind so knapp, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“


18.06 Uhr, live vor Ort:
Größer als der Jubel über das eigene Ergebnis ist bei der SPD die Schadenfreude über das Ergebnis der FDP.


18.01 Uhr:
Das ist die Prognose des ZDF: Die CDU/CSU kommt auf 42,5 Prozent, die FDP liegt bei 4,5 Prozent, die AfD bei 4,8 Prozent. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Peer Steinbrück landet demnach bei 26,5 Prozent, die Linke bei 8,5 Prozent und die Grünen bei 8,0 Prozent.


18.00 Uhr:
Die erste Prognose der ARD ist da: CDU/CSU 42 Prozent, SPD 26, FDP 4,7 Prozent, AfD 4,9, Linke 8,5 und Grüne 8. Das bedeutet: Schwarz-Gelb hat keine Mehrheit! Jetzt muss Schwarz-Gelb auf die Briefwähler hoffen. Jeder Fünfte gibt seine Stimme auf diesem Weg ab.


17.56 Uhr: Einblick in die AfD-Wähler: 83 Prozent gaben laut ARD an, dass es ihnen bei der Wahl nicht um Problemlösung ging, sondern darum, dass eine Partei die Dinge beim Namen nennt.


17.45 Uhr: Was, bitte, macht die ARD denn da? Eine Viertelstunde vor den ersten Prognosen klingt die Wahlsendung mit Schlager-Parodien wie der Eurovision Song Contest.


17.42 Uhr: Einen großen Anteil werden die Briefwähler haben. Mindestens jeder Fünfte wird seine Stimme wohl darüber abgebeben haben. Das bedeutet: Parteien wie die FDP, die um den Einzug in den Bundestag zittern muss, hoffen nun auf diese Briefwähler.


17.41 Uhr, FOCUS-Online-Redakteur Christoph Pagel live aus Berlin: Die SPD wähnt sich momentan in einer komfortablen Situation: Fliegt die FDP aus dem Bundestag, hat man zwei Machtoptionen: Große Koalition und Rot-Rot-Grün. Der Union bliebe nur die große Koalition. Eine gute Verhandlungsposition für die Sozialdemokraten.


17.36 Uhr, live vor Ort: Bei der CDU sind 2500 Gäste, davon 1000 Journalisten. Die FDP hatte angeblich ebenso viele eingeladen, gekommen sind laut Medienberichten bisher 250.


17.28 Uhr, live vor Ort: Die SPD macht sich Mut: an Rot-Grün glaubt zwar keiner, aber die große Koalition wird von einigen nicht so kritisch gesehen: „Da könnten wir alles durchsetzen.“


17.19 Uhr, FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz aus Berlin: Über das wahrscheinlich gute Abschneiden der Union kann sich hier so recht niemand freuen. Die wilden Spekulationen beginnen: Was passiert, wenn die FDP es nicht schafft? Die große Koalition gilt als wahrscheinliche Lösung. Doch viele trauen auch der Absage an Rot-Rot-Grün nicht, während Schwarz-Grün als weitgehend ausgeschlossen gilt.


17.07 Uhr, live vor Ort bei der SPD: „Ausgeschlossen werden sollte nix“, sagt einer, der für die Berliner SPD auf der Landesliste steht. Wenn es eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün gebe, könne man der Partei nicht vermitteln, dass man lieber auf die Macht verzichtet.


17.02 Uhr, live vor Ort: „Es wird irre spannend“, sagt Ursula von der Leyen bei ihrer Ankunft im CDU-Zelt.


17.01 Uhr: Interessanter Fakt von Google: Die Worte „Große Koalition“ wurden doppelt so häufig gesucht wie noch 2009.



17.00 Uhr, live vor Ort:
Pünktlich um 17 Uhr beginnt die CDU-Bewirtung: Würstchen, Frikadellen, Brötchen.


16.59 Uhr, live vor Ort von FOCUS-Online-Redakteur Christoph Pagel in Berlin: Bei der SPD munkelt man über erste Zahlen. Die Partei ist verunsichert. Was, wenn es doch reichen sollte für Rot-Rot-Grün?


16.53 Uhr, live vor Ort in Berlin von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz: Die CDU hat in den Straßen rund und Konrad-Adenauer-Haus riesige Zelte aufstellen lassen. Noch sind die weitgehend leer. Viele Kellner warten darauf, die Massen an Unionsanhänger zu bewirten. Im Angebot sind Wein und Bier, Bionade und Wasser, Bretzel und Kuchen. Um 17 Uhr beginnt der Einlass.


16.49 Uhr: Die Piraten werden es wahrscheinlich nicht in den Bundestag schaffen. Ein Grund dafür: Interne Spannungen. In Nordrhein-Westfalen ist nun der Piraten-Abgeordnete Robert Stein aus der Partei ausgetreten. Er begründet das mit „den aus den unterschiedlichsten politischen Ausrichtungen resultierenden Spannungen“. Um den Piraten vor der Wahl nicht zu schaden, gebe er den Schritt erst jetzt bekannt.


16.45 Uhr: Angela Merkel ist im Kanzleramt eingetroffen.


16.44 Uhr: Die FDP kämpft bis zuletzt um jede Stimme. Die Gruppierung „FDP Liberté“ twittert: „Liberale Überzeugungswähler, wir brauchen euch!“ – FDP-Generalsekretär Patrick Döring verbreitet den Eintrag weiter.


16.40 Uhr, FOCUS-Korrespondent Wassilios Aswestopoulos meldet aus Athen: Das ist eine eindeutige Aussage vor der Wahl: „Die Deutschen wählen, was mit den Europäern geschieht“, meint die Zeitung Eleftherotypia.


16.36 Uhr: Unter dem Hashtag #btw13 elektrisiert die spannende Wahl auch viele Menschen auf Twitter. Weil Smartphones und Handys schon lange Fotos schießen können, veröffentlichen einige ihre Entscheidung – so zeigt Blogger Mario Sixtus „unter großen Schmerzen“ ein Foto seines Kreuzchens bei den Piraten.


16.25 Uhr: Deutschland blickt gebannt nach Berlin. In gut anderthalb Stunden werden ARD und ZDF die ersten Prognosen veröffentlichen. FOCUS Online erklärt, warum diese Werte schon so genau sind.


15.42 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl ist bislang höher als bei der letzten Bundestagswahl 2009. Bis 14.00 Uhr gaben 41,4 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie der Bundeswahlleiter in Wiesbaden mitteilt. Bei der letzten Bundestagswahl 2009 lag die Wahlbeteiligung bis 14.00 Uhr bei 36,1 Prozent.


15.28 Uhr: Deutschland wählt und Europa schaut zu. Die Wahl für den Bundestag wird mit der kommenden Politik zur gemeinsamen Währung in Verbindung gebracht. Seit der Öffnung der Wahllokale in Deutschland informieren griechische Medien, wie zum Beispiel die Real News, ihre Leser mit ihrer Version eines Live-Tickers, berichtet FOCUS-Online-Korrespondent Wassilis Aswestopoulos. Fotos von Steinbrück, Brüderle, Rösler und auch der Kanzlerin nebst Ehegatten machen die Runde. Sie zeigen, was sonst ?, die Politiker bei der Ausübung ihres Wahlrechts. Auch der ansonsten von den griechischen Medien eher wenig betrachtete Bundespräsident Joachim Gauck wird mit entsprechenden Reportagen beim Wählen gezeigt.


15.15 Uhr: In anderen Ländern wird der Wahlbeteiligung nach oben geholfen, indem Geldstrafen für Nichtwähler verhängt werden. In Australien kostet die Stimmverweigerung beispielsweise 20 Dollar, in Bolivien sogar ein halbes Monatsgehalt.


15.05 Uhr: In der gesamten Republik wird eine steigende Wahlbeteiligung vermeldet – so zum Beispiel von den Landeswahlleitern in Thüringen, Sachsen und Berlin. Die Marke von rund 70 Prozent von der Bundestagswahl 2009 sollte heute wieder gesteigert werden können.


14.43 Uhr: FOCUS-Online-Redakteur Peter Seiffert kommt soeben aus dem Wahllokal und wundert sich. Beim Studium des Wahlzettels fiel auf: Die NPD-Kandidatin im Wahlkreis München-Süd heißt Renate Werlberger und arbeitet ausgerechnet als Fremdsprachensekretärin.


14.26 Uhr: Die ersten Zahlen zur Wahlbeteiligung trudeln langsam ein. Wie der „Rhein-Sieg-Anzeiger“ twittert, hatten bis 12.30 Uhr 45 Prozent der Wahlberechtigten in Siegburg ihre Stimme abgegeben.


14.04 Uhr: Weiteres Kurioses aus dem Wahllokal in Berlin-Kreuzberg. Ein anderer Herr hat dort seine Frau nach dem Ausfüllen auf seinen Wahlzettel schauen lassen. Das ist leider verboten. Der Mann musste den Zettel zerreißen, seine Stimme ist ungültig.



13.47 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Berlin Mitte ihrer Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Die 59-Jährige ist im Wahllokal, der Mensa Süd des Studentenwerks, in Begleitung ihres Ehemanns Joachim Sauer erschienen. Merkel kandidiert erneut für den Wahlkreis 15 in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde sie seit 1990 immer direkt in den Bundestag gewählt. 2009 erhielt sie mit 49,3 Prozent der Stimmen ihr bislang bestes Ergebnis.


13.42 Uhr:

Wenn schon eine Wahl, dann aber richtig: Ein älterer Herr füllte am Sonntag in der Rosa-Parks-Grundschule in Berlin-Kreuzberg zunächst seinen Wahlzettel aus. Doch etwas fehlte ihm auf der Liste, auf der sich sogar Hundetrainer Frank di Leo als Kandidat für die „Hundefreunde Kreuzberg“ um ein Direktmandat im Bundestag bewarb. Bevor er seinen Wahlzettel in die Urne warf, ging der Rentner zum Wahlhelfer und sagte:


„Ich hab da mal ne Frage: Ich dachte, heute wird auch der Bundespräsident gewählt.“


13.27 Uhr: Auf Twitter ist es ruhig. Die sonst so zwitscherfreudigen Politiker twittern fast nichts. Möglicher Grund: Bundeswahlleiter Roderich Egeler hatte in einem Brief an Vertreter der Parteien davor gewarnt, erste Ergebnisse zu veröffentlichen. Er drohte: Ein solcher Verstoß gegen das Bundeswahlgesetz könne mit einer Geldbuße von bis zu 50 ;000 Euro belegt werden, berichtet „Spiegel-Online“.



13.05 Uhr:
Kurzer Blick auf die TV-Quoten des Vorabends. Da lagen der Krimi „Kommissarin Lukas: Bittere Pillen“ und die Show „Verstehen Sie Spaß?“ deutlich vor der Wahlshow von Pro Sieben. Stefan Raabs „TV total Bundestagswahl 2013“ mit eigenem Zuschauer-Voting schauten bei ProSieben lediglich 1,64 Millionen Menschen (6,1 Prozent). Vor vier Jahren war Raab noch auf 2,3 Millionen Zuschauer gekommen.


12.45 Uhr: FDP-Parteichef Philipp Rösler hat in seinem Wahllokal in einer Grundschule in Isernhagen bei Hannover gewählt. Sichtlich gut gelaunt steckt Rösler zusammen mit seiner Frau Wiebke seinen Stimmzettel in die Urne und posiert anschließend für die Kamerateams und Fotografen. Politische Statements waren dem FDP-Parteichef nicht zu entlocken.



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Live-Ticker zur Bundestagswahl 2013 – Erdrutschsieg für Merkel – Wahlleiter nimmt FDP die letzte Hoffnung


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