Saturday, September 21, 2013

Live-Ticker zur Bundestagswahl – Merkel: „Selbst als Kanzlerin braucht man eine Heimat“


Der Tag vor dem Wahl-Sonntag: Enger könnte das Rennen zwischen den Parteien kaum sein. In den letzten Stunden vor dem Urnengang kämpfen die Spitzenkandidaten um die entscheidenden Wählerstimmen – und versuchen, sich keine Blöße mehr zu geben.


Die Parteien befinden sich im Endspurt: Jetzt gilt es, unentschlossene Wähler auf die eigene Seite zu ziehen und sich ja keine Blöße mehr zu geben. Bundeskanzlerin Merkel absolviert ihren letzten Wahlkampfauftritt in Berlin. Nach den letzten Umfragen kann sie sich Hoffnung auf weitere vier Jahre Regierungszeit machen – mit welchem Koalitionspartner, ist aber völlig offen. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück spricht in Frankfurt am Main. Die FDP beendet ihren Wahlkampf in Düsseldorf mit einem Auftritt von Außenminister Guido Westerwelle und Parteichef Philipp Rösler.

Die Zahlen: 61,8 Millionen Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, am Sonntag den 18. Deutschen Bundestag zu wählen, darunter drei Millionen Erstwähler. 4451 Kandidaten stellen sich zur Wahl, rund 900 mehr als bei der Bundestagswahl 2009. 30 Parteien treten dabei mit Landeslisten an, vier weitere mit Kreiswahlvorschlägen.


12.05 Uhr: Im Streit um die Zukunft des Solidaritätszuschlags hat sich der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zu Verhandlungen in einer möglichen neuen Koalition von Union und FDP bereit erklärt. „Wenn die FDP dieses Thema auf den Tisch legt, werden wir darüber in den Koalitionsverhandlungen reden“, sagt Seehofer der Tageszeitung „Die Welt“. Der Zuschlag sei „eine vorübergehende Steuer“.



11.53 Uhr, vor Ort in Berlin:
Was für ein Stilbruch: Gerade singt die Kanzlerin noch die Nationalhymne auf der Bühne, und schon wenig später hüpft eine blonde Sängerin über die Bühne, die einen Schlager singt, der selbst Volksmusik-Fans einiges abverlangt. Die meisten Besucher verlassen das Tempodrom vorsichtshalber schon mal.


11.37 Uhr, live vor Ort:
Am Ende ihrer Rede wirbt Merkel um beide Stimmen für die CDU: „Geben Sie mir Ihre Zweitstimme, auch wenn man Name nicht auf dem Wahlzettel steht.“ Dann wird es noch kurz sentimental: Sie freue sich jetzt auf ihren Wahlkreis. Sie wolle den Wahlkampf dort beenden, wo sie ihn benommen hat, nämlich Zuhause. „Selbst als Bundeskanzlerin braucht man eine Heimat.“ Der Rest ist tosender Applaus des Tempodroms.


11.32 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle knüpft die Beteiligung an einer Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl an die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. „Selbstverständlich werden wir nicht nur darüber sprechen, sondern auch Entscheidungen zum Soli treffen. Eine Voraussetzung für die FDP zur Fortsetzung der christlich-liberalen Koalition ist, dass der Solidaritätszuschlag so schnell wie möglich abgeschafft wird“, sagte Brüderle der „Welt“.


11.29 Uhr: Der Stand der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) in Bad Oldesloe ist attackiert worden. Vier vermummte und schwarzgekleidete Aggressoren hätten am Samstagvormittag gegen den Stand getreten, dort randaliert und gepöbelt, sagte ein Polizeisprecher. Danach ergriffen sie die Flucht. Bereits in der Nacht zum Samstag hatten Unbekannte nach Angaben des AfD-Landesverbandes in der Nähe des Stands Parolen gegen die Partei gesprüht.


11.27 Uhr, vor Ort in Berlin: Merkel redet vom Schatz Europas: Wenn sie gefragt werde, was sie von den Demonstrationen in Griechenland und Portugal gegen sie halte, antworte sie: „Ich freu mich.“ Europa sei ein Kontinent der freien Meinungsäußerung. „Das habe ich selbst 30 Jahre ganz anders erlebt.“



11.14 Uhr, vor Ort in Berlin: Merkel sucht die Abgrenzung zu SPD und Grünen.
Steuererhöhungen könnten Deutschland wieder zum kranken Mann Europas machen. Ein fleischfreier Tag sei Bevormundung. „Und das sage ich, obwohl ich aus einem christlichen Pfarrhaus komme, in dem Freitags nie Fleisch gegessen wurde“, stichelt Merkel Richtung Grüne.


11.12 Uhr: CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe ruft seine Partei zu einem engagierten Wahlkampfendspurt. „Es ist kein Selbstläufer, wenn wir jetzt sehen, wie knapp es ist“, sagt Gröhe. Aus dem Patt zwischen Koalition und Opposition in jüngsten Umfragen gelte es einen Vorsprung zu machen. „Dafür sind die nächsten Stunden da.“ Die Umfragen zeigten, dass Rot-Grün ohne Chance sei. Die CDU habe dagegen ihr Wahlziel vor Augen. „Die Wahl ist: eine starke Union oder instabile Verhältnisse.“


11.11 Uhr: „Ich geh jetzt mal ans Pult“: Jetzt legt Merkel mit ihrer Rede los. Sie gibt ein Bekenntnis zur Koalition. Der größte Erfolg der Regierung war für Merkel das Schaffen von Arbeitsplätzen.



11.07 Uhr:
Zeitgleich mit dem Wahlschluss verbreiten die Fernsehsender am morgigen Sonntag ihre Prognosen zum Ausgang, kurz darauf kommen die ersten Hochrechnungen. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird in der Nacht zum Montag erwartet, zwischen 02.00 und 03.00 Uhr.


11.04 Uhr, vor Ort in Berlin: Merkel wird heute Abend in ihrem Wahlkreis noch ein Basketballspiel besuchen. „Vorher halt ich aber auch noch ´ne rede“, sagt sie. Morgen hat sie Zeit, auszuschlafen: „Ob es gelingt, weiß ich nicht“. Sie habe schon ein Kribbeln im Bauch.



11.02 Uhr, vor Ort in Berlin:
Merkel gibt den Wahlkampfprofi: „Ich blühe auf. Ich bin fast ein bisschen traurig, dass ich nachher nur noch meinen eigenen Wahlkreis habe.“


11.01 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft will die Anhänger der SPD über Twitter motivieren: „In wenigen Stunden geht es darum, das schwarz-gelbe Chaos im Bund zu beenden“, schreibt sie.



10.58 Uhr, vor Ort
in Berlin: Merkel ist da. Im Himbeerfarbenen Blazer betritt sie die Bühne. Unmittelbar davor war ihr Wahlkampspot zu sehen. Im direkten Vergleich fällt auf: Merkel sieht blass und müde aus.


10.40 Uhr, vor Ort in Berlin: Jetzt ist das teAM Deutschland da, das die letzten 150 Stunden durch Deutschland gefahren ist, um die Wähler kurz vor der Stimmenabgabe zu mobilisieren. Generalsekretär Gröhe lobt: „Von diesen jungen Leuten werden wir noch viel hören.“


10.30 Uhr, vor Ort in Berlin: Das Wahlkampf-Finale in Berlin ist noch nicht der letzte Auftritt der Kanzlerin. Nach ihrer Rede reist sie weiter nach Stralsund. Sie will dort vor allem noch einmal für die Zweitstimme kämpfen, nachdem der Koalitionspartner FDP zuletzt mit einer Kampagne für eine Zweitstimme für die Liberalen für unionsinternen Ärger gesorgt hatte.


10.15 Uhr, vor Ort in Berlin: Etwa 4000 Menschen passen ins Tempodrom, das sich langsam bis auf den letzten Platz füllt. Wegen der strengen Sicherheitskontrollen am Eingang ist der Starttermin um 10 Uhr nach hinten verschoben worden.


Zeit genug für die Band, um „Über sieben Brücken musst du gehn“ zu spielen.


Die CDUler wiegen dazu Plakate in der Luft: es gibt die Auswahl zwischen „Angie“, „Gemeinsam erfolgreich“ und „cool bleiben und Kanzlerin wählen„.



10.00 Uhr, FOCUS-Online-Reporter Christoph Pagel live aus Berlin: Noch eine Stunde bis zum Auftritt von Angela Merkel im Berliner Tempodrom. Eine Band bringt die Anhänger mit einem Tim-Bendzko-Cover in Stimmung: „Die Angie muss die Welt retten.“ Drunter macht man es bei der CDU wohl nicht.


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