Die Tropenhitze hat in Deutschland schwere Unwetter nach sich gezogen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Am Bahnhof im Frankfurter Flughafen müssen Spezialkräfte eine Brücke bergen, die der Sturm aus den Angeln gehoben hat. In Bayern verendeten 250 Ferkel in Flammen. Das Unwetter im FOCUS-Online-Ticker
+++ Bahnstrecken vorübergehend gesperrt +++
+++ Mehrere Verletzte und ein Vermisster in Baden-Württemberg +++
8.07 Uhr: Im Bahnverkehr kann es bundesweit noch zu Verspätungen kommen. Teilweise sind Strecken nur eingleisig befahrbar, wie ein Sprecher FOCUS Online sagte. Sperrungen gibt es allerdings keine mehr mit einer Ausnahme: Zwischen Friedberg und Hanau müssen noch Unwetterschäden behoben werden.
7.40 Uhr: Nach einem Blitzschlag ist im bayerischen Gunzenhausen ein landwirtschaftliches Gebäude niedergebrannt. Eine 84-jährige Bewohnerin des angrenzenden Wohnhauses erlitt einen Schock und musste nach dem Vorfall am Dienstagabend ins Krankenhaus gebracht werden. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 400 ;000 Euro, wie die Polizei mitteilt. Dem Landwirt gelang es, seine 20 Rinder aus dem brennenden Stall zu treiben.
6.20 Uhr: Bilanz am Morgen: In Bayern krachte es besonders oft. Bei Königstein in der Oberpfalz musste der Fahrer eines Omnibusses einem auf der Fahrbahn liegenden Baum ausweichen. Dabei wurde der Bus leicht beschädigt, Fahrer und Fahrgäste blieben unverletzt. Auf der Autobahn 3 nahe Oberölsbach krachte ein Porsche bei Starkregen in die Leitplanke. Der Fahrer kletterte unverletzt aus seinem völlig demolierten Flitzer.
5.30 Uhr: Seit 5 Uhr läuft der Verkehr am Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt wieder planmäßig, wie ein Bahn-Sprecher zu hr-online sagt. Demzufolge gibt es auch an allen anderen Bahnstrecken in Hessen keine Störungen mehr. Nur zwischen Friedberg und Hanau werden die Gleise wegen der schweren Unwetterschäden wohl erst ab Mittag wieder befahrbar sein. Der Fernbahnhof des Flughafens war in der Nacht gesperrt worden, da eine 30 Meter lange und rund 4,2 Tonnen schwere Wartungsbrücke des Kongress- und Geschäftszentrums The Squaire herabzustürzen drohte. Mit einem Kran wurde die Brücke in der Nacht gesichert.
5.12 Uhr: Auf einem Bauernhof in Feldkirchen im Landkreis Straubing-Bogen sind nach Polizeiangaben 250 Ferkel verendet, weil der Blitz im Stall einschlug. In Regensburg schlug ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein. Auch in Mittelsachsen, dem Erzgebirge und Chemnitz gewitterte es teilweise heftig. „Weltbewegende Schäden gab es aber nicht“, sagt ein Sprecher der Polizei in Chemnitz. Auch in der der sächsischen Stadt traf der Blitz ein Haus. „Die Familie hatte Glück. Sie war nicht zu Hause“, sagte der Sprecher weiter.
3.26 Uhr: In allen Teilen Bayerns haben die Unwetter schwere Schäden angerichtet. Mehr als 600 Notrufe haben die Einsatzkräfte allein in Unterfranken gezählt, berichtet der Bayerische Rundfunk online. In Kahl am Main sei ein Baum auf ein Auto gestürzt, der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt. Im Landkreis Straubing-Bogen sei der Blitz in zwei Schweineställe eingeschlagen, die Feuer fingen. Weil sich Autofahrer auf der A8 unter Brücken vor dem Hagel in Sicherheit gebracht hatten, kam es zu Verkehrsbehinderungen.
1.31 Uhr: Der Sturm hat am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens eine 30 Meter lange und rund 4,2 Tonnen schwere Wartungsbrücke aus ihrer Verankerung gelöst. Das berichtet „hr.de“. Weil sie auf die gläserne Kuppel des Flughafen-Fernbahnhofs zu stürzen drohte und einen Stahlträger beschädigte, wurde der Bahnhof evakuiert. Die Feuerwehr konnte die Brücke sichern. Noch in der Nacht soll eine Spezialfirma die Brücke abmontieren.
00.15 Uhr: Die Berliner Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen. In den vergangenen Stunden fegten Blitz und Donner über die Hauptstadt hinweg, Keller liefen voll, Bäume stürzten um. Bis 23.15 Uhr zählte die Feuerwehr schon mehr als 200 Einsätze in der ganzen Stadt, berichtet „tagesspiegel.de“.
Der Streckenabschnitt zwischen Frankfurt und Mannheim ist weiterhin nicht befahrbar. Die zuvor gesperrten Strecken zwischen Frankfurt und Würzburg sowie Fulda sind aber wieder in Betrieb, wenn auch mit Einschränkungen. Auch die
Strecke zwischen Frankfurt und Köln ist wieder befahrbar
, allerdings
entfällt der Halt am Frankfurter Flughafen
, teilt die Deutsche Bahn mit. Die
Streckensperrung zwischen Nürnberg und Leipzig sei ebenfalls wieder aufgehoben
worden, heißt es weiter. In Thüringen sei der Zugverkehr auf der Strecke
von Erfurt nach Fulda
wegen der Unwetter jedoch ab Gotha eingestellt. Die Strecke zwischen Berlin und Hamburg ist wieder für Fernzüge freigegeben.
22.12 Uhr: Auf der Deutschlandkarte zur Warnlage des Deutschen Wetterdienstes haben sich die Unwetterfronten aufgeteilt. So gelten für die bayerischen Gemeinden südlich von Nürnberg weiterhin Warnungen vor starkem Gewitter, die ganz im Osten weiterhin Unwetterpotenzial haben. Die zweite Zelle liegt über Sachsen, Brandenburg und Berlin. Hier ist vor allem die Bundeshauptstadt und Potsdam noch als Unwetterzone markiert. Für die restlichen Gemeinden der Region gilt: Warnung vor starkem Gewitter.
22.00 Uhr: Auch die Regionen, in denen es bisher trocken geblieben ist, müssen sich auf Regen, Blitz und Donner einstellen. Für dreizehn Bundesländer hat der Deutsche Wetterdienst Vorwarnungen herausgegeben. Nur Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sollen demnach von den Unwettern verschont bleiben.
21.47 Uhr: Wie der DWD mitteilt, haben sich über Baden-Württemberg neue Gewitter gebildet. Diese ziehen nun gemeinsam mit Gewittern vom bayerischen Alpenrand in Richtung Nordosten. Demnach kracht es derzeit vor allem rund um Stuttgart, in Schwaben, Oberbayern, Niederbayern, Sachsen, Berlin und Brandenburg.
Continued:
The post +++ Das Unwetter-Nacht im Ticker +++ – Flugausfälle und Verspätungen – Gewitternacht trifft vor allem Bayern hart appeared first on Arne Ruhnau News.
via Arne Ruhnau News http://arneruhnau.com/das-unwetter-nacht-im-ticker-flugausfalle-und-verspatungen-gewitternacht-trifft-vor-allem-bayern-hart/
No comments:
Post a Comment